Foto: Uwe Niklas
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De-Phazz

Foto: Claus Geiss

Deutsche Ingenieurskunst wird seit jeher weltweit geschätzt. Sie ist innovativ, technisch ausgefuchst bis ins kleinste Detail und macht das Leben schöner. Attribute, die auch voll und ganz auf die 1997 in Heidelberg gegründete Band De-Phazz zutreffen. Die vom unermüdlichen Klangsammler und Sample-Architekten Pit Baumgartner ins Leben gerufenen „Godfathers of Lounge“ sind das verlässlichste und sympathischste deutsche Exportgut seit dem VW Käfer und die musikalisch charmanteste Erfindung seit der MP3 am Fraunhofer-Institut in Erlangen. Die in die Gehörgänge kriechenden, die Gehirnaktivität stimulierenden und die Tanzbeine elektrisierenden Stücke von De-Phazz kennt man in Wladiwostok ebenso wie in Anchorage, auf Ibiza genauso wie in Katmandu. Über eine halbe Millionen Tonträger haben Baumgartner & Co. verkauft und bislang über 600 Konzerte überall auf dem Globus gegeben. Und hierin liegt wohl eines der Erfolgsrezepte, weshalb es De-Phazz auch 20 Jahre nach der Lounge-Revolution noch gibt. Das Ganze war nie eines dieser DJ-Projekte, bei denen sich ein Produzent für die Konserve wechselnde und austauschbare Musikerinnen und Musiker ins Studio bestellt. De-Phazz konnte und kann dank der vokalen Ausnahmeerscheinungen Pat Appleton und Karl Frierson sowie Schlagzeuger Oli Rubow auch glänzend außerhalb klangisolierter Aufnahmekabinen auf der großen Bühne bestehen.

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